Baden-Baden soll sicherer werden – und mehr aus sich machen

21September
2018

Warum engagieren sich Bürger für ihre Stadt? Was treibt sie an? In dieser Serie stellen wir Woche für Woche ein Mitglied der FBB vor. Heute: Frank Asche (34), Angestellter

Herr Asche, warum sind Sie der FBB beigetreten?

Frank Asche: „Ich möchte etwas bewirken und wünsche mir, dass unsere Stadt schöner und auch sicherer wird. Hier können Kleinigkeiten schon viel bewirken. Schauen Sie, in der Lichtentaler Allee, nahe der Apotheke am Augustaplatz, gab es früher einmal einen Zebrastreifen. Der ist weg. Dabei steigen an der Bushaltestelle jeden Morgen so viele Kinder aus, die nicht sicher die Straße überqueren können. Viele von ihnen rennen dann trotz Verkehr auf die andere Seite. Das darf nicht sein.“

Wie sind Sie zur FBB gekommen?

Frank Asche: „Ich bin seit Juni 2009 in Baden-Baden und habe damals von der Initiative „Rettet das Neue Schloss“ gehört. Daraus ist später die FBB entstanden. Mir gefällt, dass die FBB keine etablierte Partei ist, sondern etwas Neues, Revolutionäres darstellt. Ich bin noch jung – und will mithelfen, dass unsere Stadt lebenswerter wird und ihrem Ruf als kleine Weltstadt alle Ehre macht.“

Seit wann sind Sie dabei?

Frank Asche: „Ich bin ein Mann der ersten Stunde, im Frühjahr 2014 beigetreten. Ich glaube, ich bin Mitglied Nummer fünf oder sieben.“

Wie viele Stunden täglich wenden Sie für die politische Arbeit auf?

Frank Asche: „Ich kontaktiere Unterstützer für die FBB. Das mache ich in meiner Mittagspause oder nach Dienstschluss. Aktuell arbeite ich dafür rund eineinhalb bis zwei Stunden. Die nächste Kommunalwahl ist im Mai 2019, bis dahin wartet noch ein Berg Arbeit auf uns. Wir haben viel vor!“

Was wollen Sie verändern? Und warum?

Frank Asche: „Mir geht es nicht darum, was ich als Einzelperson möchte, sondern mir geht es um das Gemeinschaftliche. Eine einzelne Person kann nicht viel bewirken, deshalb haben wir uns zusammengeschlossen und ich hoffe, wir werden weiterhin stark wachsen. Mein Wunsch ist, dass das Erscheinungsbild Baden-Badens attraktiver wird. Schauen Sie sich das Gebäude in der Lichtentaler Straße an, in dem früher das Kino war. Das verkommt zusehends. Warum wird hier nichts getan? Baden-Baden ist eine Kurstadt, unsere Straßen sind unsere Visitenkarte. Wenn man die Straße weitergeht Richtung Stadt, sind da noch einige Gebäude, an denen die Fassade zum Teil schon fast herunterkommt. Und das, obwohl unsere Stadt weltberühmt ist. Hier sollte dringend etwas getan werden – notfalls mit einer Förderung der Stadt, damit Eigentümer ins Handeln kommen.“

Was macht Ihnen Freude bei Ihrer politischen Arbeit?

Frank Asche: „Es ist ein gutes Gefühl, sich für etwas einzusetzen, an das man glaubt. Mir liegt das Thema „Rettet das Neue Schloss“ sehr am Herzen, aber auch der Umweltschutz. Bei den Stürmen und Unwettern in der Vergangenheit sind viele Bäume zu Schaden gekommen. Das kann jeder sehen, der durch unsere schöne Allee spaziert. Ich denke, es ist wichtig, dass man die Bepflanzungen künftig an Wettergewohnheiten anpasst, damit es weniger Baumschäden gibt.“

Hand aufs Herz: Worüber ärgern Sie sich gelegentlich in unserer Stadt?

Frank Asche: „Ich telefoniere beruflich viel mit der Stadt, die bekanntlich ja recht viele Mitarbeiter hat. Aber ich kriege selten jemanden ans Telefon.“

Foto: FBB