Bald Kreisverkehr am Bertholdsplatz

02November
2018

Uschi Beer, Generalsekretärin der FBB, wohnt nahe Bertholdsplatz. Sie forschte nach, warum hier bald ein Kreisel gebaut wird. Und bekam überraschende Auskünfte. 

„Wir Anwohner in der Falkenhalde, das Wohngebiet mit der und um die Hahnhofstraße, sind 2019 von den Auswirkungen der,Sanierung südliche Neustadt’ verkehrstechnisch betroffen. Am Bertholdsplatz treffen sich vier wichtige Verkehrs-Achsen, die in die Stadt hineinführen, drumherum und heraus. Es ist ein Knotenpunkt: Wer vom Augustaplatz in den Tunnel fahren will, muss über diesen Platz. Auch der Verkehr vom Fremersberg muss hier passieren. 

Große Bedenken

Es verbreitete sich die Sorge, ob wir mit der Gestaltung eines Kreisverkehrsplatzes  – anstatt der aktuellen Lichtsignalanlage – von der Falkenhalde überhaupt noch und wie in den Fließverkehr werden hineinfahren können. Ein Kreisel, ja oder nein, ist die einfache Frage, die man sich ja vielerorts stellt. Ein gelungenes Beispiel finden wir in Oos, da läuft es runder und fließender als zuvor. Nicht zu verkennen auch das gestalterische Element eines Kreisels. Er verbindet Straßen und Häuser zu einem runden Ganzen, schafft optische und verbindende Reize. 

Fokus hat nachgefragt

Manchmal fährt man andernorts und auch im Ausland in Kreisel, da fragt sich der Bürger: Muss das hier auch so sein? Also haben wir von Fokus bei der GSE, Sanierungsträger der Stadt Baden-Baden, nachgefragt: Welches sind die verkehrsplanerischen Hintergründe zur Neugestaltung, unter anderem des Bertholdsplatzes ? Und welche Vor-und Nachteile der Knotenpunktarten Kreisverkehr zur Lichtsignalanlage bestehen. In einem sehr netten und informativen Gespräch wurde ich aufgeklärt und bin sehr beruhigt zu hören, dass der geplante Kreisel wohl viele Vorteile zur jetzigen Situation bieten wird. 

Unfallgefahr soll durch den Kreisel sinken

Wichtiges Fazit für die Einfahrt aus der Hahnhofstraße in die Lichtentaler Straße: Ein Linksabbiegen ist nicht mehr möglich, man biegt rechts ein und wendet im Kreisel, um Richtung Tunnel & Co. zu kommen. Dadurch sinkt die aktuelle Unfallgefahr deutlich, es muss keine zweite Spur mehr überquert werden. Der Kreisel soll auch die Geschwindigkeiten deutlich an diesem Knotenpunkt reduzieren und regulieren. 

Mehr Sicherheit für Fußgänger

Und der Luft tut es auch gut: Besonders in verkehrsschwachen Zeiten muss nicht unnötig an der Ampel gewartet werden. Wer eine Spurfehleinordnung passiert, dreht einfach eine zweite Runde, und der Verkehr wird insgesamt besser fließen, so die Studien und Prognosen, die auch ein schnelleres und sichereres Bewegen der Fußgänger vorhersehen, samt Zebrastreifen fünf Meter vor jeder Kreiseleinfahrt.

Dennoch: ein Mammutprojekt

In fünf Teilabschnitten wird die Sanierung realisiert, man wolle genau darauf achten, die Verkehrsflüsse so wenig wie möglich zu behindern. Als gestalterisches Element soll der Bertholdsplatz den Eingang zur Stadt verschönern. Es wurde lange geprüft, wie die Sanierung gelingen kann und beispielhaft wurde der Kreisel in Oos genannt . Wir wünschen der GSE eine glückliche Hand, denn die ,Sanierung südliche Neustadt’ ist ein Mammutprojekt. Wird's besser und schöner als jetzt, dann ertragen Anwohner gern die Bauphase.“

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