Ein neuer Plan fürs Hirtenhäuschen

04September
2023

Die FBB hat sich gerade mit einem Antrag an Oberbürgermeister Dietmar Späth gewandt. Darin fordert sie, die Vermietung des Hirtenhäuschens, das bald frei wird, erst einmal auszusetzen. Das kleine Schmuckstück könnte ein toller Anziehungspunkt für Bürger und Besucher werden.

„Die Fraktion der Freien Bürger für Baden-Baden beantragt, dass das historischen „Hirtenhäuschen“ (HH) an der Klosterwiese in der Lichtentaler Allee als Satelliten-Standort des Welterbe-Informations-Zentrum (WIZ) zur Verfügung gestellt wird“, heißt es in dem Schreiben der FBB.

„Um das einer Realisierung zu zuführen, beantragen wir, dass das laufende Vermietungsverfahren des Hirtenhäuschens durch die GSE ausgesetzt wird.
Wir bitten Sie, Herrn BM Uhlig um den Vollzug zu bitten.

Ferner beantragen wir, dass die GSE eine Kostenaufstellung für die Realisierung der beantragten Nutzung des Hirtenhäuschen erstellt.

Die Begründung

Das Hirtenhäuschen diente bereits vor dem 19. Jahrhundert als Regenerationsstätte. Nach dem Kauf durch den späteren Deutschen Kaiser Wilhelm I. hat sich dort vor allem die Kaiserin Augusta von ihren täglichen Spaziergängen durch die Lichtentaler Allee erholt. 1861 gab es dort ein Attentat auf den Kaiser.

Entlang der Lichtentaler Allee reiht sich das Hirtenhäuschen zudem wie auf einer Perlenkette von Trinkhalle, Kurhaus, LA8, Burda-Museum über das Stadtmuseum, Hirtenhäuschen, Bénazet-Pavillon, Kloster-Lichtental ein. Zwischen Stadtmuseum und Kloster liegt das Hirtenhäuschen in einer guten Distanz für die Spaziergänger und wäre eine Bereicherung für den Tourismus.
 
Ferner bietet sich an, die Geschichte und Entwicklung der Lichtentaler Allee dort zu dokumentieren. Wechselnde Ausstellungen sollten in einer Wohlfühl-Atmosphäre stattfinden. Das ist gelebtes Welterbe für die Bürger und Gäste.

Frau Lisa Poetschki, Chefin der Stabstelle Welterbe, unterstützt nach einer Diskussion im Vorstand des Freundeskreises Lichtentaler Allee (FLA), dass das Hirtenhäuschen als ein Satelliten-Standort des WIZ ausgebaut wird und mit den genannten und weiteren Inhalten den Bürgern und Gästen präsentiert wird.

Für den Ausbau der maroden Infrastruktur des Hirtenhäuschens als Info- und Begegnungs-Stätte und für den dauerhaften Betrieb sind eventuell Engagement und Zuwendungen Dritter erforderlich. So zeigt z. B. der Freundeskreis Lichtentaler Allee hier Interesse, der sich initial sehr engagiert hat für das Erlangen des Welterbe-Status.“

Foto: Tommy Schindler