„Umwege fahren wird den CO2-Ausstoß steigern“

19März
2021

In der Diskussion, ob die Fieser-Brücke nun offen bleibt für den Autoverkehr oder nicht, wird allzu gern ausgeblendet, dass die Friedrichstraße und damit die Anwohner dieser einst ruhigen Straße deutlich mehr belastet werden. In einem Leserbrief meldet sich eine Betroffene zu Wort: Silvia Niedermeyer.

„Es ist mir schleierhaft, wie Leute, die nicht in der Friedrichstraße wohnen, wie Herr Manfred Buchdunger, der in dieser Sache einen Leserbrief an das BT schrieb, sich anmaßen, über den Verkehrszustand der Straße zu urteilen. Ich möchte diesen Herrn zu mir einladen, damit er mir hilft, für jedes Auto, das hier entlang fährt, einen Strich zu machen. Er könnte zum Beispiel im Sommer die Motorräder übernehmen.

68 Autos in 15 Minuten

An einem Sonntag vor dem Lockdown habe ich in einer Viertelstunde 68 Autos und fünf Motorräder gezählt, die durch die Friedrichstraße fuhren. Corona hat etwas Entspannung gebracht. Doch wenn die Fieser-Brücke für den Verkehr gesperrt bleibt, wird es hier noch mehr Autos geben.

Die Umweltbelastung wird steigen

Ich verstehe die Logik der Grünen nicht, die den 1. Bürgermeister Alexander Uhlig in der Idee unterstützen, die Fieser-Brücke für den Autoverkehr zu sperren. Sie hatten bereits im Mai 2020 einen entsprechenden Antrag gestellt. Vermutlich unterstützen sie Uhlig, um ihrer Ideologie treu zu bleiben. Doch sie wollen nicht berücksichtigen, dass der Lieferverkehr in der Friedrichstraße weitergehen wird und dass der C02- Ausstoß durch den Umweg, den alle Autofahrer aus dem Stadtteil Beutig/Friesenberg und umgekehrt vom Annaberg in Kauf nehmen müssen, unweigerlich steigen wird.“

Fotos: Silvia Niedermeyer